Immer mehr fehlsichtige Menschen, die auf eine Sehhilfe angewiesen sind, denken ernsthaft über eine Behandlung mit dem Augenlaser nach. Die sogenannte Lasik Methode ist dabei die am weitesten verbreitete und sicherste Methode. Seit über zehn Jahren wird sie von Augenlaserchirurgen weltweit in den spezialisierten Augenkliniken eingesetzt. Die Türkei nimmt in diesem medizinischen Anwendungsbereich eine bedeutende Rolle ein. Bereits seit den Anfängen der refraktiv-chirurgischen Methoden mit dem Laser sind türkische Augenärzte mit involviert. Viele von ihnen erhielten ihre Ausbildung und praktische Erfahrungen in Amerika, wo zum ersten Mal ein menschliches Auge mit dem Augenlaser operiert wurde. In den Augenkliniken vor allem in Istanbul steht modernste State-of-the-Art Technologie häufig sogar „made in Germany“. Die neuste Technik wird ergänzt durch hochqualifiziertes Personal bei vergleichsweise geringen Lohnkosten. Und genau das macht die Türkei beziehungsweise Istanbul als Hochburg der medizinischen Versorgung in der Türkei so interessant für ausländische Medizintouristen. Eine Lasik in Istanbul ist nämlich weitaus günstiger als eine äquivalente Behandlung in der Heimat in Deutschland. Lasik steht für Laser in situ Keratomileusis und ist eine Methode, bei der die Hornhaut zunächst aufgeschnitten wird, um dann die darunterliegenden Schichten des Hornhautgewebes mit dem speziellen Excimer-Laser zu verändern. Die Hornhaut wird dabei der Form einer Kugel angenähert. Auf diese Weise kann die Brechkraft des Auges gezielt geändert werden. Nach der Lasik-OP können die einfallenden Lichtstrahlen wieder exakt auf die Netzhaut fokussiert werden und der Lasik Patient sieht wieder scharf ohne jegliche Sehhilfe wie Brille oder Kontaktlinsen.
Darüber hinaus gibt es noch die Femto-Lasik, welche die modernste Form der Lasik darstellt. Hier wird anstelle eines Schneideinstruments, der ultraschnelle Femtosekundenlaser eingesetzt, um den Hornhautflap zu erstellen. Millionen von kleinen Gasbläschen im Innern des Hornhautgewebes schließen sich zusammen und trennen auf diese Weise das Hornhautgewebe. Danach kommt wie bei der klassischen Lasik der Excimer-Laser zum Einsatz. Der Vorteil der Femto-Lasik, welche unter anderem auch als Inralase-Lasik oder IntraLasik bezeichnet wird, liegt darin, dass durch das Mikrokeratom bedingte Schnittkomplikationen vermieden werden können. Zudem ist die Hornhautlamelle sauberer und genauer und kann dadurch besser auf die originale Ausgangsposition auf die Hornhaut zurückgelegt werden. Dies ist nicht zuletzt der Grund dafür, dass immer mehr Augenärzte die Femto-Lasik empfehlen, auch wenn sie nach wie vor teurer ist als die traditionelle Lasik.