Vor einigen Jahren habe ich mich abends immer dann schlecht gefühlt, wenn klar war, dass ich nicht erfolgreich sein werde. Noch schlimmer: Ich war sauer auf mich selbst, wenn ich es nicht wenigstens versucht habe. Es war somit eine schwächende Zeit in meinem Leben – allerdings auch eine sehr bereichernde – schließlich hatte ich allen Grund, es immer wieder zu versuchen, bei all dem Erfolg, der mir da widerfahren ist.
Wo waren sie nur die ganze Zeit?
Ich fing an, Frauen anzusprechen und zu verführen und wurde besser. Anfangs war es mühsam und holprig, heute geht es wie ein Messer durch warme Butter – ich weiß, was ich wann und wie zu sagen habe – und das habe ich mir erarbeiten müssen.
Damals, als so langsam die ersten Erfolge kamen, kamen sie abrupt und in einer solch großen Anzahl, dass ich mich fragte, wo die Erfolge denn die ganze Zeit geblieben waren.
Meiner Erfahrung nach geht das vielen Männern, so, die die Kunst der Verführung erlernen – nach vielen, vielen Jahren der Durststrecke erkennen sie, dass es ja wirklich gar nicht so schwer war, Frauen anzusprechen.
Was aber dann geschieht, ist ebenfalls typisch: Das „Lager der angehenden Verführer“, wie ich es jetzt einfach mal nenne, spaltet sich auf in diejenigen, die es auf die Qualität abgesehen haben, und diejenigen, die es auf die Quantität absehen.
Qualität und Quantität
Die einen versuchen, möglichst viel abzukriegen, die anderen versuchen, nur die Besten abzukriegen – beides wenig verwerflich, doch hat die Sache trotzdem einen kleinen Haken:
Das Wettbewerbsdenken setzt voraus, dass es einen Verlierer gibt – schließlich kann man nur gewinnen, wenn es auf der anderen Seite einen Verlierer gibt – und das ist in meinen Augen wenig förderlich für eine positive Entwicklung und eine positive Grundhaltung zu der Thematik.
Setzt man sich nämlich das Ziel, an einem Abend oder an einem Wochenende erfolgreich zu sein (sprich: Eine Handynummer, einen Kuss oder weiteres zu erzielen), ist man einem Druck ausgesetzt, der so manch schön gedachten Abend zu einer Qual werden lässt: Schließlich ärgert man sich schwarz, dass man es nicht wenigstens versucht hat – wenn es nicht klappt.
Man muss nicht immer besser werden um jeden Preis…
Ich habe früher teilweise wirklich schlechte Laune gehabt, als ich merkte, dass an besagten Abenden nichts ging – heute gehe ich viel entspannter vor, weil ich weiß, dass ein NichtErfolg nicht gleichzusetzen ist mit einer Niederlage oder einem „Verlieren“ – schließlich kann man die Abende auch anderweitig schön verbringen – ja sogar nur ein Blickkontakt darf es mal sein – solange man glücklich ist.
Man muss nicht immer besser werden um jeden Preis – das habe ich gelernt. Es geht schließlich immer noch um das Genießen eines schönen Abends, und nicht um Leben und Tod. Das sollte man nie vergessen.
Viele Frauen haben zu wollen ist nichts Schlechtes – das zu erreichen ebenfalls möglich – aber das zwanghafte Streben danach auf Dauer kontraproduktiv!
Alles Gute -
Pierre Stimmenthaler
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Pierre Stimmenthalers Philosophie besteht darin, sich von den vorgefertigten Materialien und Techniken zu lösen und den eigenen VerführStil in jedem Mann zu erwecken und zu entwickeln. Mit seinen Produkten “Mädchen Ansprechen” und „Verführer Werden“ ist er seit Mitte 2010 online