Geschichte des Schaumweins
Schaumwein wurde erst im 17. Jahrhundert erfunden. Zwar bildeten sich hin und wieder im kalten Klima der Champagne Bläschen in den Weinen, doch das galt als ein zu vermeidender Weinfehler. Die Bläschen bildeten sich, weil die Periode zwischen Ernte und Wintereinbruch oft zu kurz war, um die Weine vollständig zu vergären lassen. Bei steigenden Temperaturen im folgenden Frühjahr setzte die Gärung erneut ein, und es bildete sich Kohlendioxid, was sich als Bläschen im Wein bemerkbar machte. Dom Perignon, Kellermeister in einem Kloster, versuchte, diesen Fehler zu beheben. Doch letztendlich perfektionierte er die Herstellung von Schaumwein. Der Champagner war geboren. Champagner wurde sofort ein großer Erfolg am französischen Königshof und später bei allen, die sich ihn leisten konnten und wollten. Viele Winzer kopierten die von Dom Perignon entwickelten Methoden zur Herstellung von Champagner. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden somit viele der heute noch bestehenden, weltweit bekannten Champagnermarken wie Moet Chandon, Bollinger, Krug und Veuve Clicquot. Interessanterweise wurden viele dieser Champagnerhäuser von deutschen Winzern gegründet. Namen wie Bollinger und Krug deuten heute noch darauf hin. Diese Champagnermarken profitierten vom globalen Siegeszug des Champagners ohne gleichen. Es überrascht nicht, dass sich bald Konkurrenzprodukte in anderen Weinregionen etablierten. Deutscher Sekt, italienischer Prosecco oder spanischer Cava werden nach ähnlichen Methoden wie der original Champagner hergestellt, unterscheiden sich jedoch Qualität und Geschmack oftmals deutlich.