Knicklichter – Kunterbunte Stimmungsmacher
Das Knicklicht oder auch einfach nur Leuchtstab genannt, ist ein rein chemisches Leuchtmittel, das durch die Verbindung zweier Lösungen sein Licht erhält. Das Knicklicht besteht aus einer durchsichtigen Kunststoffhülle in der sich eine Chemikalie befindet. In dieser Chemikalie schwimmt nun ein dünnes, absolut dichtes Glasröhrchen, das wiederum mit einer anderen Flüssigkeit gefüllt ist. Knickt man nun das Knicklicht, so zerbricht das Glasröhrchen im Inneren und die beiden Flüssigkeiten mischen sich. Durch diese chemische Reaktion beginnt das Stäbchen zu leuchten.
Die durchschnittliche Leuchtdauer eines Knicklichts liegt in etwa bei 6 Stunden, kann aber bis zu einigen Tagen halten. Es ist meist in den Farben Rot, Gelb, Blau, Orange, Grün oder Violett erhältlich, doch Farbe und Leuchtdauer hängen ganz von der Zusammensetzung der beiden Chemikalien ab, die etwas variiert werden können. Die Form des Stabes spielt absolut keine Rolle, denn ob groß oder klein, gerade, gebogen oder rund, man kann das Leuchtmittel in allen Varianten erhalten.
Auf dem Markt ist es schon seit Jahren kein Geheimtipp mehr und doch schien es einige Zeit in Vergessenheit geraten, bis die Event-Industrie es wieder etwas populärer machte. Auf Partys werden kleine Leuchtstäbe gerne von Jugendlichen im Mund getragen, was in der Dunkelheit einen auffälligen Effekt hervor bringt. Auch in der Dekoration finden sie gerne Verwendung oder werden auf Konzerten und Veranstaltungen als ungefährliche Stimmungsmacher verkauft – ebenso wie leuchtende Eiswürfel oder andere Leuchtartikel.
Doch auch im normalen Freizeitbereich wird das Knicklicht gerne eingesetzt, wie z.B. um beim Angeln in der Dämmerung den Schwimmer zu markieren. Ebenso für kleine Notbeleuchtungen oder andere Markierungen. Das Einsatzgebiet ist wirklich vielfältig und der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.
Frank Müller